Bewegtes Pfadi-Jahr 2025
An der Delegiertenversammlung im Zuschg in Mauren blickten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder Liechtenstein (PPL) auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Verbandspräsidentin Carmen Heeb-Kindle sprach von einem Jahr, das sowohl strukturell als auch gesellschaftlich von Bedeutung gewesen sei.
Der wohl grösste Schritt war die vollzogene Fusion mit der Pfadfindergilde Liechtenstein. Nach mehrjährigen Gesprächen – ausgelöst durch rückläufige Mitgliederzahlen und fehlende Nachfolge im Gilden-Vorstand – wurde der Zusammenschluss 2025 formell abgeschlossen und an der Delegiertenversammlung im April von beiden Seiten einstimmig beschlossen. Durch die Fusion können die PPL künftig Synergien in Sekretariat, Budgetierung und Buchhaltung nutzen; zugleich sind sie nun offiziell Mitglied der europäischen und weltweiten Gildenverbände. Ein besonderer Moment war die Ehrung der langjährigen Gildenpräsidentin Ruth Gattinger und des Vize-Präsidenten Norbert Batiner als Ehrenmitglieder der PPL.
Im gesellschaftlichen Leben war die Pfadfinderbewegung 2025 mehrfach präsent: Rund 50 Mitglieder aus verschiedenen Abteilungen bildeten beim Staatsfeiertag am 15. August auf der Schlosstreppe in Vaduz einen sichtbaren Teil der Ehrengarde. 30 Mitglieder unterstützten am 30. August die Hochzeit von Prinzessin Marie Caroline von und zu Liechtenstein mit Leopold Maduro Volmer in der Kathedrale St. Florin. An der Nacht des Sports des Liechtensteinischen Olympic Committee am 14. Dezember wurde Ruth Gattinger von den PPL für die Auszeichnung als Ehrenamtliche des Jahres nominiert – und gewann. Den Jahresabschluss bildete die traditionelle Friedenslichtübergabe am 17. Dezember beim Pfadfinderheim Letzi in Vaduz: Das Licht wurde dem Erbprinzenpaar auf Schloss Vaduz, Regierungschefin Brigitte Haas vor dem Regierungsgebäude sowie erstmals auch dem Landtag übergeben, wo Landtagspräsident Manfred Kaufmann das Zeichen des Friedens entgegennahm. Musikalisch begleitet wurde der Anlass von Anja Kaiser. Im Rahmen der Friedenslicht-Aktion wurden CHF 8’744.55 für das Projekt «Backpacks of Hope» gesammelt, das Kinder in Jamaika unterstützt, die durch den Hurrikan Melissa alles verloren hatten.
