Zwiefelhofer übt scharfe Kritik am Spitalprojekt
Der Parteipräsident der VU, Thomas Zwiefelhofer, hat in einer Medienmitteilung deutliche Kritik am bisherigen Verlauf der Planungen für das neue Landesspital Liechtenstein geäußert. Unter dem Titel „Weiterbasteln ist keine Option“ spricht Zwiefelhofer von gravierenden Planungsmängeln und fordert einen transparenten Neustart des Projekts.
„Scherbenhaufen“ übernommen
Ausgangspunkt der Kritik ist der aktuelle Planungsstand zum Landesspital, den der Liechtensteiner Landtag in dieser Woche zur Kenntnis genommen hat. Laut Zwiefelhofer zeichnen die Einschätzungen von Experten ein klares Bild: Der neue Gesellschaftsminister Emanuel Schädler habe von seinen Vorgängern einen „Scherbenhaufen“ übernommen.
Zahlreiche Mängel, die teilweise als „Optimierungspotenzial“ bezeichnet würden, sowie viele ungeklärte Fragen würden zeigen, dass das Projekt in seiner bisherigen Form erhebliche Schwächen habe. Positiv bewertet Zwiefelhofer daher, dass die Regierung frühzeitig einen Planungsstopp verhängt und das Vorhaben vorerst unterbrochen habe.
Projekt wird erneut geprüft
Die Regierung habe sich nun entschieden, das Projekt umfassend zu überprüfen. Dabei soll insbesondere geklärt werden, ob das derzeitige Konzept noch gerettet werden kann. Parallel dazu wird eine sogenannte Objektstudie durchgeführt, die prüfen soll, ob auf dem bestehenden Spitalareal weiteres Sparpotenzial vorhanden ist.
Für Zwiefelhofer ist dieser Weg „das Beste, was man aus der Situation machen kann“. Trotz der Schwierigkeiten sei das politische Ziel weiterhin klar: Ein neues, modernes Landesspital zu errichten und damit den Volkswillen umzusetzen.
Kritik an Koalitionspartner
Gleichzeitig sieht er die FBP in der Hauptverantwortung für die aktuellen Probleme. Vertreter der Partei seien maßgeblich an der bisherigen Planung beteiligt gewesen. Zwiefelhofer nennt dabei unter anderem die Regierungsräte Mauro Pedrazzini und Manuel Frick.
Jener sagte gegenüber dem Landesspiegel, er werde seinem Nachfolger nicht dreireden. Das sei gute Tradition. Auch ihm hätte man nicht dreingeredet und das werde er auch so halten.
«Regna et discede»
Manuel Frick
Gefragt nach dem Gutachten und den darin festgestellten Mängeln sagte er, dass man das neue Projekt in einem Jahr wieder einem anderen Gutachter vorlege, würden wieder neue Punkte festgestellt, die man anders machen könne.

