Rückgang der Asylanträge in der EU im Jahr 2025

Malta

Valletta, Hauptstadt von Malta | Foto: Gregor Meier

Die EU-Asylagentur in Valletta gab bekannt, dass die Zahl der Asylanträge in der Europäischen Union sowie in Norwegen und der Schweiz um 19 Prozent auf insgesamt 822.000 im Jahr 2025 gesunken ist. Besonders stark fiel der Rückgang in Deutschland aus, wo die Anträge um ein Drittel auf 163.000 zurückgingen. Ein Hauptgrund war der Rückgang von Anträgen aus Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes.

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner führte den Rückgang auch auf die europäische Migrationspolitik zurück, die sich verstärkt auf die Länder entlang der Migrationsrouten konzentriert. Kritik wird jedoch laut, da insbesondere aus Ländern wie Libyen Berichte über systematische Folter und Menschenhandel vorliegen.

Afghanistan war das Herkunftsland mit den meisten Asylanträgen in der EU, wobei die Zahl um ein Drittel auf 117.000 stieg. Viele Anträge waren nach einem Urteil des Gerichtshofs der EU aufgrund von Verfolgung durch die Taliban gestellt worden. Auch Menschen aus Venezuela stellten vermehrt Asylanträge, wobei Spanien das hauptsächliche Zielland war. Insgesamt konzentrieren sich 80 Prozent der Anträge auf Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland.

Die EU-Asylagentur warnte vor einer möglichen Zunahme der Flüchtlingsbewegungen aufgrund der jüngsten Ereignisse im Nahen und Mittleren Osten, insbesondere im Iran. Trotz der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung wird die Prognose derzeit nicht angepasst.

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