Stabiles Tourismusjahr trotz weniger Logiernächte

Parkplatz Malbun

Der Liechtensteiner Tourismus hat das Jahr 2025 mit gemischten Zahlen abgeschlossen. Laut der heute vom Amt für Statistik veröffentlichten Tourismusstatistik stiegen die Gästeankünfte leicht auf 121’596 – ein Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Logiernächte hingegen sank um 4,2 Prozent. Als Ursache nennt das Amt die vorübergehend reduzierte Bettenkapazität im Berggebiet, wo mehrere Betriebe zeitweise geschlossen waren.

Die Herkunftsstruktur der Gäste blieb stabil. Mit 30,6 Prozent stellte die Schweiz den grössten Anteil, gefolgt von Deutschland mit 25,8 Prozent. Gemeinsam entfallen damit mehr als die Hälfte aller Logiernächte auf diese beiden Märkte. Weitere nennenswerte Herkunftsländer sind die Beneluxstaaten (5,8 Prozent), die USA (5,2 Prozent) sowie das Vereinigte Königreich (4,1 Prozent).

Während die klassische Hotellerie unter der reduzierten Kapazität litt, legte die Parahotellerie – also Ferienwohnungen, Chalets und Bed-&-Breakfast-Betriebe – deutlich zu, nämlich um 37,1 Prozent. Seit Herbst 2025 ergänzt zudem das neue B&B Hotel in Eschen mit 126 Zimmern das Angebot, insbesondere für Gruppen- und Geschäftsreisende. Im Berggebiet wird das Familienhotel Gorfion derzeit umgebaut; nach der geplanten Wiedereröffnung im Dezember sollen neue Familienbereiche und eine erweiterte Wasserwelt entstehen.

Liechtenstein Marketing setzt in seiner Strategie 2026–2030 auf die europäischen Kernmärkte und auf das Profil als naturnahes Reiseziel. Das erklärte Ziel bleibt nachhaltiges Wachstum – mit Fokus auf Erlebnisqualität statt auf blosse Besucherzahlen.

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