Ist das zu viel verlangt, liebe Regierung?
Es ist mittlerweile sechs Jahre her, seit die Regierung das öffentliche Leben wegen Corona runterfahren liess. Mit den evidenzfreien 2G- und 3G-Massnahmen wurden gesunde Mitmenschen aus der Gesellschaft ausgeschlossen und verfassungsmässig garantierte Grundrechte verletzt. Längst ist erwiesen, dass diese Spaltung keinerlei positiven Einfluss auf das Infektionsgeschehen hatte, weil Geimpfte weiterhin infektiös sein können. Die Regierung jedoch schweigt dazu. Seit geschlagenen sechs Jahren. Dabei hat der Erbprinz mehrfach eingefordert, zu Fehlern zu stehen.
Nicht von ungefähr hat der Erbprinz bei der Landtagseröffnung 2026 das «markant gesunkene Vertrauen in die Institutionen» angemahnt. In der Tat: Wie soll man Vertrauen in eine Regierung und einen Landtag haben, wenn Massnahmen verordnet und gebilligt werden, die nicht auf wissenschaftlicher Basis fussen? Am stärksten unter den Massnahmen gelitten haben jene, die auf den Schutz des Staates ganz besonders angewiesen sind: Kinder und Alte. Mit keiner Silbe hat je ein Regierungsmitglied bedauert, dass Kinder zu Unrecht als Pandemietreiber bezeichnet wurden und man alte Menschen menschenunwürdig in Einsamkeit sterben liess.
Vieles, was die Regierung behauptet hat, war unwahr. Etwa, dass man mit einer Impfung auch Mitmenschen schützt oder dass die Impfung «sicher und wirksam» sei. Wie soll man einer Regierung trauen, die noch nie dagewesene Regeln nicht auf wissenschaftlicher Bais erlässt?
Selbst die WHO distanziert sich inzwischen von den von der Politik verordneten Zwangsmassnahmen. Am 24. Januar 2026 stellte die WHO auf ihrer Website offiziell klar, dass sie Masken, Impfungen und Abstandsregeln nur empfohlen habe – und doch will die ihren Investoren (angeblich «Spender») verpflichtete WHO in Zukunft erst recht das Pandemie-Sagen haben.
Gesellschaftsminister Emanuel Schädler hat im Mai-Landtag 2025 gesagt, dass die Aufarbeitung der Pandemie «noch nicht abgeschlossen» sei. Er nannte als Ansatz eine «ethische und grundrechtliche Aufarbeitung». Aus einer entsprechenden Analyse sollen die Lehren für künftige Krisen gezogen werden. Seither hat die Öffentlichkeit jedoch nichts mehr davon gehört.
Aufarbeitung bedeutet nicht, nachträglich Schuldige zu suchen. Sie bedeutet, ehrlich zu fragen: Welche Entscheidungen waren richtig? Welche waren überzogen? Wo wurden kritische Stimmen vorschnell diffamiert? Und vor allem: Was lernen wir daraus für die nächste Krise? Ist das zu viel verlangt, liebe Regierung?
Initiative A
