FBP plant tiefgreifende Reformen – Neue Statuten und moderner Auftritt angekündigt
Alexander Batliner bei einer FBP-Veranstaltung in Schellenberg am 23.3.2026 | Foto: Gregor Meier
Die Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP) steht vor einer grundlegenden Neuausrichtung. Parteipräsident Alexander Batliner hat am Montagabend bei einer Ortsgruppenveranstaltung in Schellenberg klare Signale für einen Neustart gesetzt. Ziel sei es, die Partei nach dem enttäuschenden Wahlergebnis des Vorjahres strukturell, programmatisch und optisch fit für die Zukunft zu machen – mit Blick auf die Landtagswahlen 2029.
Bereits am Donnerstag werde der Parteivorstand die neuen Parteistatuten zuhanden des Parteitags verabschieden. Dort sollen am 11. Mai weitreichende Entscheidungen über die künftige Ausrichtung der FBP fallen.
Als Ausgangspunkt diente die Analyse des letzten Wahlergebnisses, das „alle nicht toll fanden“. Man habe evaluiert, was richtig und was falsch laufe. „Da sind wir auf einige Punkte gestossen, die wir ändern müssen – und zwar nicht nur für die nächsten vier Jahre“, betonte der Parteipräsident. Die Reformen würden nicht allen gefallen, doch sie seien notwendig.
Kernstück der Reform: Abschaffung des Landesvorstands
Die neuen Statuten sehen unter anderem vor, den bisherigen Landesvorstand abzuschaffen und stattdessen eine Delegiertenversammlung einzuführen. Kritik an den ursprünglichen Vorschlägen habe man ernst genommen und deshalb Übergangsbestimmungen vorgesehen: Aktuelle Mitglieder des Landesvorstands sollen automatisch in die neue Versammlung übernommen werden. Wer jedoch ein Jahr nicht teilnimmt, scheidet aus.
Derzeit zählt der Vorstand rund 270 Mitglieder und es gäbe ein Quorum von 30 Prozent gelten. „Im Dezember waren wir nur zwei Leute über dem Quorum“, erinnerte Batliner. Die neue Struktur ziele darauf ab, dass in der Delegiertenversammlung die aktiven Politiker die Mehrheit stellen und nicht die ehemaligen. Zudem sollen die Ortsgruppen deutlich gestärkt werden: Sie entscheiden selbst über ihre Delegierten. Fix vertreten sind jeweils Vorsteher, Vizevorsteher und Ortsgruppenobmann.
Es sei wichtig, die Ortsgruppen und solche Veranstaltungen zu stärken, unterstrich Batliner.
«Wir haben kein Volksblatt mehr, wir haben kein Radio mehr, nicht alle haben Social Media.«
Alexander Batliner
Neuer Auftritt, jüngeres Image und aktualisiertes Programm
Ein weiterer Schwerpunkt soll die modernisierung des Erscheinungsbilds sein. „Wir werden einen komplett neuen Auftritt machen. Wir werden ihn verjüngen und modernisieren“, kündigte der Parteipräsident an. Das Durchschnittsalter der Mitglieder liege derzeit bei 63 Jahren. „Wir müssen jünger werden und attraktiver für Junge.“ Dazu gehöre ein neues Logo und ein moderneres Auftreten insgesamt.
Auch inhaltlich soll die Partei auf der Höhe der Zeit sein. Das letzte Grundsatzprogramm stammt aus dem Jahr 1991 – „da waren wir noch nicht einmal im EWR“, so Batliner trocken. Arbeitsgruppen hätten die Überarbeitung bereits gestartet. Die gesamte Reform soll den Auftakt für den Wahlkampf 2029 bilden.

