Bürgermeister informiert über Millionenprojekt am Marktplatz
Dreieinhalb Wochen vor der Volksabstimmung hat Bürgermeister Florian Meier heute die Bevölkerung ausführlich über das Projekt „Neubau Marktplatz mit Mobilitätsdrehscheibe“ informiert. Im Zentrum der Veranstaltung standen die baulichen Herausforderungen, die geplante Neugestaltung des Platzes sowie zahlreiche Fragen zur Finanzierung und Nutzung.
Am 29. März 2026 entscheiden die Stimmbürger über den Verpflichtungskredit für das Vorhaben, das eine umfassende Neugestaltung des Marktplatzes, den Bau einer Tiefgarage und die Schaffung einer zentralen Mobilitätsdrehscheibe vorsieht.
Technische Herausforderungen: Grundwasser im Fokus
Ein zentrales Thema des Abends war der Umgang mit dem Grundwasser. Die Projektverantwortlichen erläuterten, dass beim Aushub der Baugrube umfangreiche Massnahmen notwendig seien. Unter anderem werde eine rund zwei Meter starke Sohlplatte mit leichtem Gefälle erstellt, um einen kontrollierten Grundwasserfluss zu gewährleisten. Ziel sei es, die heutige Situation zu verbessern und langfristige Probleme durch stehendes oder unkontrolliert aufsteigendes Grundwasser zu vermeiden.
Mehrfach wurde betont, dass die baulichen Eingriffe nicht nur dem Neubau dienten, sondern auch eine nachhaltige Optimierung der bestehenden hydrologischen Verhältnisse ermöglichen sollen.
Gestaltung und Nutzung: Offener Treffpunkt mit Plattform
Neben den technischen Aspekten standen auch architektonische Fragen im Mittelpunkt. Diskutiert wurde insbesondere der sogenannte „Kopfbau“, der als multifunktionales Element am Rand des Platzes geplant ist. Er soll unter anderem als Zugang zur Tiefgarage sowie als überdachter Aufenthaltsbereich dienen.
Die Verantwortlichen unterstrichen, dass bewusst kein massiver Betonbau vorgesehen sei. Vielmehr werde eine leichte, gestalterisch offene Konstruktion angestrebt, die sich harmonisch in das Ortsbild einfüge und den Platz nicht von der Umgebung abschneide.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der multifunktionalen Nutzung des neuen Marktplatzes. So soll die Fläche für Veranstaltungen wie Märkte, Konzerte oder Vereinsanlässe geeignet sein. Die Tragfähigkeit der Platzfläche werde so ausgelegt, dass auch schwere Fahrzeuge – etwa für Auf- und Abbauarbeiten oder Jahrmarktattraktionen – befahren können. Ebenso sei Platz für grosse Festzelte vorgesehen.
Verkehr und Zufahrt
Zur Sprache kam auch die künftige Verkehrsführung. Die heutige Zufahrtssituation werde angepasst, wobei provisorische Lösungen nach Abschluss der Bauarbeiten wieder aufgehoben würden. Ziel sei eine klar geregelte und sichere Erschliessung sowohl für den Individualverkehr als auch für den öffentlichen Verkehr.
Mit der geplanten Mobilitätsdrehscheibe sollen Busverbindungen, Parkierung und Fusswege besser aufeinander abgestimmt werden. Insbesondere der Zugang zu öffentlichen Einrichtungen soll komfortabler und barrierefrei gestaltet werd

