Zensur statt Meinungsfreiheit

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Symbolbild für den Leserbrief. Das Bild stammt von der Redaktion, nicht von der Leserbriefschreiberin

Die Anmerkung der Redaktion zum Beitrag «Zensur statt Meinungsfreiheit» beim ‹Vaterland› wirft aus meiner Sicht mehr Fragen auf, als sie beantwortet.

Die pauschale Aussage, der zurückgehaltene Forumsbeitrag habe „sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen“ enthalten, bleibt ohne jede Konkretisierung. Weder wird benannt, welche Aussagen als falsch gelten, noch auf welche Prüfstellen oder Quellen sich diese Einschätzung stützt.

Wie auch in einer jüngst veröffentlichten Stellungnahme thematisiert wurde, ist eine solche Begründung ohne inhaltliche Transparenz schwer nachvollziehbar. Gerade bei Meinungsbeiträgen erscheint der Verweis auf einen zu hohen Prüfaufwand problematisch, da er einer sachlichen Auseinandersetzung ausweicht.

Angesichts des oft beklagten Vertrauensverlusts in Medien wäre es ein wichtiges Signal, wenn das ‹Vaterland› offenlegt, nach welchen Kriterien Leserbriefe zurückgewiesen werden und wo konkret inhaltliche Fehler gesehen werden. Transparenz stärkt Glaubwürdigkeit – Pauschalurteile tun dies nicht.

Silvia Riter, Rennhofstrasse 39, Mauren

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