VU sucht neuen Parteichef: Thomas Zwiefelhofer tritt im Sommer ab

Bei der Vaterländische Union steht ein Führungswechsel bevor. Parteipräsident Thomas Zwiefelhofer tritt im Juni 2026 ab. Am Sommerparteitag übergibt er das Amt nach mehr als fünf Jahren an einen Nachfolger. Zwiefelhofer informierte heute das Parteipräsidium und die Landtagsfraktion über seinen Entscheid. Im März 2021 wählte ihn der Parteitag zum Präsidenten. Er folgte auf Günther Fritz. Die Wahl fiel kurz nach dem Wahlsieg bei den Landtagswahlen 2021 und dem Abschluss der Koalitionsverhandlungen.

Politisch engagiert sich Zwiefelhofer seit 2003. Damals kandidierte er bei den Gemeindewahlen in Vaduz für den Gemeinderat. Ab 2005 wirkte er im Parteipräsidium mit. Zunächst leitete er die Ortsgruppen. Später amtierte er als Vizepräsident Oberland. Von 2013 bis 2017 stand er als Regierungschef-Stellvertreter und Minister für Inneres, Justiz und Wirtschaft in der Regierung. Zudem führte er von 2007 bis 2011 die VU-Fraktion im Vaduzer Gemeinderat.

Als Parteipräsident prägte er mehrere Wahlerfolge. Bei den Gemeindewahlen 2023 gewann die VU acht von elf Vorsteherämtern. Bei den Landtagswahlen 2025 wurde die Partei in allen Unterländer Gemeinden stärkste Kraft. Landesweit lag sie mit elf Prozent Vorsprung vorne. 2025 stellte die VU zudem mit Brigitte Haas erstmals die Regierungschefin.

Zu seinem Rückzug erklärte Zwiefelhofer, dass seine berufliche und nebenberufliche Belastung stark zugenommen habe und es zunehmend schwierig geworden sei, alle Aufgaben unter einen Hut zu bringen. Eine Findungskommission soll nun einen Nachfolger finden.

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