Proteste für Washington Post Journalisten

Proteste für Washington Post

Hunderte Menschen protestierten gestern vor dem Gebäude der Washington Post in der US-Hauptstadt gegen die Entlassung zahlreicher Journalisten der traditionsreichen Zeitung. «Demokratie stirbt in der Finsternis. Und Sie, Jeff Bezos, haben das Licht ausgeschaltet», war auf einem Plakat zu lesen, das sich direkt an den Amazon-Gründer und milliardenschweren Eigentümer der Zeitung richtete.

Mehrere entlassene Mitarbeiter, die an der Protestaktion teilnahmen, kritisierten die Personalkürzungen. In einer Zeit beispielloser Angriffe auf die Presse sei es gefährlich, Personal auf diese Weise abzubauen, äusserte Michael Brice-Saddler, der für die Post aus der US-Hauptstadt berichtet hatte. «Diese Kürzungen sind nicht die Schuld unserer Belegschaft, und doch sind sie es, die die Hauptlast der Kosten tragen», beklagte Brice-Saddler.

Am Mittwoch wurde ein Kahlschlag bei der Washington Post bekannt gegeben. Der US-Sender NBC berichtete, dass rund ein Drittel der Belegschaft der Zeitung gehen müsse. Laut Angaben der New York Times sind 300 Mitarbeiter betroffen.

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