Nur ein Platz fehlt: Liechtensteins Viererbob verpasst Olympia-Final knapp
Liechtensteins Viererbob am Start | Bildquelle: LOC
Am Schlusstag der Olympischen Winterspiele hat Liechtensteins Viererbob den Einzug in den Final knapp verpasst. Das Quartett um Pilot Martin Kranz belegte nach drei Läufen den 21. Gesamtrang und schied damit vorzeitig aus dem Wettbewerb aus. Nur die besten 20 Teams qualifizierten sich für den entscheidenden vierten Durchgang.
Gute Ausgangslage nach zwei Läufen
Mit Zwischenrang 20 durfte sich Liechtenstein am Samstag noch berechtigte Hoffnungen auf den Finaleinzug machen. Die ersten beiden Läufe verliefen solide, das Team hielt Anschluss an die direkte Konkurrenz.
Neben Kranz standen David Tschofen, Mauro Bühler und Lorenz Lenherr im Einsatz. Besonders der Auftakt sorgte für Zuversicht. „Der erste Lauf war eigentlich ziemlich gut. Wir konnten starten wie ein Zweierbob, das war ganz okay“, erklärte Kranz. Zwar habe es im unteren Streckenteil einen kleinen Fehler gegeben, „aber nichts Gröberes“.
Im zweiten Lauf kam es vor dem liechtensteinischen Start zu einem Zwischenfall: Zwei Schlitten stürzten. „Ich habe kurz Pause gemacht, weil ich nicht genau gefühlt habe, wie lange der Druck geht“, schilderte Kranz die Situation. Dennoch gelang eine Steigerung am Start. „Die Fahrt war an sich ziemlich gut, wir haben aber kontinuierlich Zeit verloren.“ Die Analyse sollte zeigen, „welche Schrauben wir anziehen müssen“, um im entscheidenden dritten Lauf die Top 20 zu verteidigen.
Entscheidung im dritten Lauf
Am Sonntag fiel dann die Entscheidung – und sie fiel gegen Liechtenstein. Mit einer Zeit von 55,56 Sekunden realisierte das Team lediglich die 22. Laufzeit. In der Gesamtwertung rutschte das Quartett auf Rang 21 ab und verpasste den Finaleinzug um einen Platz.
Der Rückstand auf das deutsche Siegerteam um Johannes Lochner betrug nach drei Läufen 3,16 Sekunden.
Kranz hatte bereits im Vorfeld betont: „Der entscheidende ist der dritte Lauf. Jetzt ist es schon mal gut, dass wir in den Top 20 sind. Aber schlussendlich muss man auf den dritten Lauf fahren und dann schauen, wie es rauskommt.“ Genau dieser dritte Durchgang brachte letztlich nicht die erhoffte Verbesserung.
Auch wenn es am Ende nicht für den Final reichte, zeigte sich die Mannschaft kämpferisch – und stolz auf ihren Olympia-Auftritt. Die Freude über die Teilnahme überwog, auch wenn der Traum vom vierten Lauf knapp platzte.

