Ministerpräsidentin Sanae Takaichi gewinnt Neuwahl in Japan
Die erste japanische Ministerpräsidentin, Sanae Takaichi, hat eine Neuwahl angesetzt, um ihre Macht zu festigen, was erfolgreich war. Unter ihrer Führung haben die Liberaldemokraten den grössten Wahlsieg ihrer Geschichte errungen. Die Partei gewann mehr als zwei Drittel der Sitze im Unterhaus.
Takaichi ist seit Ende Oktober im Amt und hat vor allem bei jüngeren Wählern überraschend hohe Popularität erlangt. Sie konnte sich als starke Führungskraft präsentieren, die das Land voranbringt.
Bereits zu Beginn ihrer Amtszeit geriet Takaichi mit China in Konflikt, als sie eine militärische Reaktion auf einen möglichen Angriff auf Taiwan andeutete. China reagierte daraufhin mit Sanktionen.
Im Wahlkampf spielte auch das Thema «Ausländerproblem» eine Rolle. Die LDP versprach, strengere Gesetze einzuführen, um Ausländer am Kauf von Immobilien zu hindern, und konnte dadurch konservative Wähler zurückgewinnen.
Die Parlamentswahl fand unter schwierigen Bedingungen statt, da in einigen Regionen heftiger Schneefall den Verkehr beeinträchtigte. Normalerweise wird in Japan bei milderem Wetter gewählt.

