Madeleine Beck beendet Olympia-Slalom auf Rang 32
Madeleine Beck am Start zum Slamlom | Bildquelle: LOC
Es war kein Märchentag, aber einer, der Charakter zeigt. Madeleine Beck hat beim olympischen Damenslalom in Cortina d’Ampezzo beide Läufe ins Ziel gebracht und sich damit im hochkarätig besetzten Feld behauptet. Am Ende stand Rang 32 – und ein versöhnliches Lächeln, das den ersten Lauf vergessen liess.
Der erste Lauf hatte für Beck nicht nach Plan verlaufen. Bei guten Bedingungen auf der italienischen Piste fuhr sie auf den 40. Platz – weit entfernt von ihrem angestrebten Ziel, die Top 30 zu erreichen und sich damit eine bessere Ausgangslage für den Finaldurchgang zu sichern. Die Enttäuschung war der Oberländerin ins Gesicht geschrieben, als sie im Zielbereich resigniert den Kopf schüttelte. Von 95 gestarteten Athletinnen kamen nur 65 ins Ziel, 30 Fahrerinnen schieden bereits im ersten Durchgang aus.
«Im ersten Lauf habe ich mir sehr viel vorgenommen und war sehr motiviert. Es ging nicht ganz so auf, wie ich mir vorgenommen habe«, analysierte sie im Interview nach dem Rennen. Für den zweiten Durchgang nahm sie sich vor, mutiger zu agieren.
«Ich habe versucht, mehr zu pushen, das ist mir sehr gelungen.»
Madeleine Beck
Trotz schwierigerer Bedingungen im Finaldurchgang lieferte die Liechtensteinerin eine deutlich verbesserte Leistung ab und kletterte auf den 32. Schlussrang. Gold ging wie erwartet an die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin, die mit 1,50 Sekunden Vorsprung souverän ihren vierten Olympiasieg feierte. Silber gewann die Schweizerin Camille Rast, Bronze ging an die Schwedin Anna Swenn Larsson.
Olympia als Erfahrung und Antrieb
Für Beck war es mehr als ein Rennen. Die Olympischen Spiele hinterliessen Spuren. «Ich nehme mit, dass ich noch hart arbeiten muss. Die ganze Stimmung ist extrem speziell, die ganzen Leute, das ganze Team und die Familie, die hier ist – das braucht es und ist sehr wichtig, und dafür bin ich dankbar«, sagte sie.
Die Saison ist für Beck noch nicht beendet. Nach einer kurzen Verschnaufpause steht zunächst der Riesenslalom auf dem Programm, bevor es nach Schweden geht, wo der nächste Slalom-Europacup wartet. «Es ist sehr wichtig, um Punkte zu sammeln, um für nächstes Jahr einen guten Ausgangslagen zu haben und einen Fixplatz zu holen«, erklärte sie mit klarem Blick nach vorne.
Cortina hat gezeigt: Madeleine Beck ist angekommen auf der ganz grossen Bühne. Der Weg zur Weltspitze ist noch lang – aber die Richtung stimmt.

