Landesspital – wie lange noch Planungsstopp?
Symbolbild für den Leserbrief. Das Bild stammt von der Redaktion, nicht von der Leserbriefschreiberin
Das erste Mal in der rund 100-jährigen Geschichte sollte das Land selbst ein Spital bauen. Bis dahin wurde das von der Gemeinde Vaduz übernommen. Seit 2000 ist jedoch das Land auch für das Gebäude zuständig. Seit Amtsantritt der neu gewählten Regierung im April 2025 geht nichts weiter. Im September 2025 überraschte die Regierung mit der Mitteilung, dass der Kredit für den Neubau des in zwei Volksabstimmungen befürworteten Landesspitals, trotz zusätzlich gesprochenen 6 Mio. Franken, allenfalls nicht ausreichen könnte und daher die Kosten ein weiteres Mal überprüft werden müssten. Die Stabstelle Staatliche Liegenschaften (SSL) werde die entsprechende Analyse vornehmen.
Inzwischen sind fast neun Monate vergangen, ohne dass die Bevölkerung über den Stand der Abklärungen informiert wurde. Dazu ergeben sich für uns folgende Fragen:
1) Wie lange dauern die Abklärungen der SSL noch, bis man die Kosten ermittelt hat?
2) Steht die Regierung weiterhin voll zum aktuellen Neubauprojekt Liechtensteinisches Landesspital?
3) Wenn seitens des Landes keine Kostensicherheit gewährleistet werden kann, warum wird das aktuelle Projekt nicht als Generalunternehmerauftrag ausgeschrieben und somit alle Kostenunsicherheiten ausgeräumt?
4) Wird die Projektorganisation analog anderen Bauten nun angepasst, sodass die Regierung jetzt selbst die Verantwortung übernehmen wird, wie diese bei fast allen anderen Projekten wie SZU II, Landesbibliothek etc. üblich ist?
5) Wann darf die Öffentlichkeit mit einem Entscheid seitens der Regierung rechnen?
6) Welche Verzögerungen ergeben sich aus dem Planungsstopp für die Realisierung des von den Stimmbürgern genehmigten Neubaus?
7) Welche zusätzlichen Kosten, Betriebskosten und Betriebsrisiken entstehen durch die weitere Verzögerung notwendig werdende Unterhaltsarbeiten am bald 50-jährigen, sanierungsbedüftigen Altbau?
8) Gibt es ein klares Statement der aktuellen Regierung, dass die Bevölkerung Liechtensteins auch nach 100 Jahren weiterhin ein eigenes Spital im Land Liechtenstein haben wird?
Die ZOOMER:
Lorenz Benz, Viktor Büchel, Cyril Deicha, Normann Marxer, Adi Noventa, Fritz Ospelt, Karlheinz Ospelt, Gert Risch, Hans-Werner Ritter

