Korruption breitet sich aus – auch Demokratien verlieren Boden
CPI 2025 | Quelle: Transparency International
Transparency International hat den Korruptionswahrnehmungsindex 2025 veröffentlicht. Der Bericht zeichnet ein klares Bild: Korruption gewinnt weltweit an Boden. Der Index misst, wie stark Bürger Korruption in Politik und Verwaltung wahrnehmen. Je höher der Wert, desto besser schneidet ein Land ab. Der globale Trend zeigt Rückschritte. Nicht nur autoritäre Staaten verlieren. Auch viele Demokratien büssen ein.
Ungarn verdeutlicht diesen Abstieg. Das Land verliert seit zwölf Jahren kontinuierlich Punkte. Es bildet inzwischen das Schlusslicht in der Europäischen Union.
Dänemark verteidigt die Spitze. Das Land führt die Rangliste zum achten Mal in Folge an. Finnland und Singapur folgen direkt dahinter. Die Schweiz rutscht auf Platz sechs ab, gemeinsam mit Schweden. Sie verliert gegenüber dem Vorjahr einen Rang. Liechtenstein ist im Ranking der 181 Staaten nicht aufgeführt.
Autokratien bieten Korruption besonders guten Nährboden. In den meisten dieser Regime sitzt Korruption fest in allen staatlichen Ebenen. Demokratien schneiden im Vergleich deutlich besser ab. Sie verfügen über mehr Kontrollen und Gegenkräfte.
In fast zwei Dritteln der Länder, die in den letzten zehn Jahren im Index fielen, schränkten Regierungen gleichzeitig Meinungs- und Versammlungsfreiheit ein. Georgien, Indonesien, Peru und Tunesien zeigen dieses Muster. Sie erliessen Gesetze, die zivilgesellschaftliche Organisationen behindern und Korruptionsbekämpfung erschweren.
