Deutschland und China wollen Beziehungen vertiefen
Bundeskanzler Friedrich Merz (4.v.l.) bei einer Sitzung des Beratenden Ausschusses der deutsch-chinesischen Wirtschaft in der Westhalle der Großen Halle des Volkes (M. Li Qiang, Chinas Premierminister). ©Bundesregierung/Guido Bergmann 25.2.2026
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und Chinas Präsident Xi Jinping haben in Peking den Willen zu engerer Zusammenarbeit bekräftigt. Xi betonte die Notwendigkeit stärkerer strategischer Kommunikation und gegenseitigen Vertrauens angesichts einer zunehmend unruhigen Weltlage.
Merz sprach von grosser Verantwortung und Chance. Er wolle die deutsch-chinesischen Beziehungen überall vertiefen, wo es möglich sei. Trotz bestehender Herausforderungen bewegten sich beide Länder in einem sehr guten Rahmen. Merz kündigte regelmässige China-Besuche und die Wiederaufnahme der Regierungskonsultationen an.
Xi lobte die sachorientierte China-Politik Berlins und zeigte Bereitschaft, die umfassende strategische Partnerschaft auf ein neues Niveau zu heben.
Merz forderte fairen, transparenten Wettbewerb und verlässliche Regeln. Systemische Überkapazitäten, Ausfuhrbeschränkungen und Marktzugangsbarrieren müssten abgebaut werden. Deutschland dürfe sich nicht vom chinesischen Markt abkoppeln, wolle aber Risiken reduzieren.
Zentrale Themen waren Rohstoffabhängigkeit, faire Wettbewerbsbedingungen, US-Zollpolitik sowie der Ukraine-Krieg. Merz unterstrich die gemeinsame globale Verantwortung beider Länder.
Nach Gesprächen mit Premier Li Qiang betonte Merz das Interesse an chinesischen Investitionen und Arbeitsplätzen in Deutschland. Erste Abkommen sichern die Fortsetzung der Klimakooperation, den Neustart des Schweinefleisch-Exports und den Handel mit Hühnerkrallen. China plant zudem den Kauf von 120 Airbus-Flugzeugen.
Ein grosser Durchbruch blieb aus. Regierungskreise sprechen von Tauwetter, nicht von einem neuen Frühling in den Beziehungen.
