BIP der Schweiz leicht gestiegen
Das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz stieg im 4. Quartal 2025 um 0,2 %, nach einem Rückgang von 0,4 % im vorherigen Quartal. Die wirtschaftliche Situation stabilisierte sich zum Ende des Jahres, wobei die Branchen unterschiedlich abschnitten. Die Binnennachfrage war ein wichtiger Stützpfeiler.
Die chemisch-pharmazeutische Industrie verzeichnete ein Wachstum von 1,9 %, nach einem Rückgang im Vorquartal. Gleichzeitig gab es einen Anstieg der Ausfuhren chemisch-pharmazeutischer Produkte. Im Gegensatz dazu verzeichnete das übrige verarbeitende Gewerbe einen Rückgang der Wertschöpfung um 1,3 %. Insgesamt stagnierte die Wertschöpfung des Industriesektors, während die Warenexporte leicht um 0,6 % stiegen.
Die inländische Endnachfrage stieg um 0,5 %, wobei der private Konsum solide um 0,4 % zulegte. Besonders die Ausgaben für Bekleidung, Schuhe, Wohnen, Energie und Gesundheit erhöhten sich. Auch die Bauinvestitionen nahmen deutlich um 1,0 % zu, vor allem im Hochbau. Die Ausrüstungsinvestitionen stiegen um 0,6 %, hauptsächlich getrieben von Investitionen in Forschung und Entwicklung. Die Importe stiegen um 2,7 % aufgrund der robusten Binnennachfrage.
Der Detailhandel profitierte von der stabilen Konsumnachfrage mit einem Zuwachs von 2,0 %, was sich in einem Anstieg der Wertschöpfung im Handel widerspiegelte. Auch das Gastgewerbe verzeichnete einen Zuwachs von 1,1 % aufgrund steigender Logiernächte. Jedoch ging die Wertschöpfung in der Transportbranche um 0,8 % zurück. Andere Dienstleistungssektoren wie Finanzdienstleistungen, unternehmensnahe Dienstleistungen und öffentliche Verwaltung verzeichneten schwaches oder rückläufiges Wachstum. Der Dienstleistungssektor legte insgesamt um 0,2 % zu, blieb jedoch unter dem historischen Durchschnitt.
Für das gesamte Jahr 2025 zeigt eine vorläufige Analyse ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,4 %, im Vergleich zu 1,2 % im Vorjahr. Die Binnennachfrage war ein wichtiger Treiber, während der Aussenhandel das Wachstum ausbremste, da die Exporte nur leicht zunahmen, die Importe jedoch deutlich stiegen.

