60 Jahre LED: Neue Ausstellung im Domus zeigt zukunftsfähige Landwirtschaft
Neue Ausstellung im Domus zeigt globale Zusammenhänge lokaler Landwirtschaft | Foto: 1FL TV - Das Liechtensteiner Fernsehen
Zum Abschluss seines 60-jährigen Jubiläumsjahres hat der Liechtensteinischer Entwicklungsdienst (LED) am Donnerstagabend im Domus in Vaduz eine eindrucksvolle Fotoausstellung eröffnet. Nach dem Auftakt im März des vergangenen Jahres bildet die Schau nun den offiziellen Schlusspunkt der Feierlichkeiten – und setzt inhaltlich ein starkes Zeichen: für Agrarökologie als Zukunftsmodell, das Liechtenstein und den Senegal miteinander verbindet.
Gezeigt werden Fotografien des Reportagefotografen Raphaël Bernmaier, dessen Arbeiten zuvor in verschiedenen Regionen Senegals zu sehen waren. Dort sollten sie das Verständnis für agrarökologische Ansätze stärken und deren politische Verankerung unterstützen – mitgetragen vom LED. Die Idee, Teile der Ausstellung auch nach Vaduz zu holen, lag daher nahe. Rasch entstand jedoch der Wunsch, nicht nur den Senegal zu zeigen, sondern bewusst eine Brücke zu Liechtenstein zu schlagen.
Denn auch wenn sich die wirtschaftlichen und klimatischen Rahmenbedingungen stark unterscheiden, sind die Grundprinzipien dieselben: fruchtbare Böden erhalten, gesunde Lebensmittel produzieren, lokale Gemeinschaften stärken. Agrarökologie ist einer der strategischen Schwerpunkte des LED und zugleich ein zentrales Thema in der hiesigen Agrarpolitik. Als wichtiger Pfeiler der liechtensteinischen Aussenpolitik leistet die humanitäre Zusammenarbeit einen Beitrag zur Unterstützung benachteiligter Regionen – und macht zugleich deutlich, dass globale Verantwortung nicht an Landesgrenzen endet.
Die Ausstellung zeigt anhand eindrücklicher Bilder, was Agrarökologie konkret bedeutet: Im Senegal lernen Bäuerinnen und Bauern, ihre Familien mit gesunden Lebensmitteln zu versorgen und gleichzeitig den Boden langfristig zu schützen. Gerade in benachteiligten Regionen ist dies existenziell. Doch Lernen verläuft nicht nur in eine Richtung. Auch Liechtenstein kann von den Erfahrungen profitieren – etwa vom Engagement der oft von Frauen getragenen Initiativen in Westafrika.

