Startseite Ausland Präsidentschaftswahl in Portugal: Sozialist Seguro gegen Rechtspopulist Ventura in Stichwahl

Präsidentschaftswahl in Portugal: Sozialist Seguro gegen Rechtspopulist Ventura in Stichwahl

Die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Portugal endete mit Antonio Jose Seguro als Sieger. Nach Auszählung von rund 99 Prozent der Wahlkreise erreichte er ungefähr 31 Prozent der Stimmen. Dies bedeutet, dass der 63-Jährige sich in einer Stichwahl mit dem Zweitplatzierten Andre Ventura messen muss. Ventura, der Chef der rechtspopulistischen Chega-Partei, erzielte 23,5 Prozent.

Venturas gutes Abschneiden unterstreicht den schnellen Aufstieg der Rechtspopulisten im Land. Innerhalb von nur sechs Jahren seit der Gründung im Mai des letzten Jahres wurde Venturas Partei Chega zur zweitstärksten Kraft im Parlament in Lissabon.

In der kommenden Stichwahl werden Ventura jedoch geringe Siegchancen eingeräumt. Mehr als 60 Prozent der Befragten in Umfragen gaben an, unter keinen Umständen für den Rechtspopulisten stimmen zu wollen.

Elf Millionen wahlberechtigte Bürger waren aufgerufen, den Nachfolger des konservativen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa zu wählen, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten durfte.

Der Präsident in Portugal hat keine exekutiven Befugnisse, kann jedoch in Krisenzeiten das Parlament auflösen, Neuwahlen ausrufen oder den Ministerpräsidenten entlassen. Die Stichwahl ist für den 8. Februar angesetzt.

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