Ideenworkshop für CoworkingBauprojekt Egerta
Wie soll ein Ort aussehen, an dem Arbeit, Freizeit, Kultur und Familie zusammenfinden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Ideenworkshops im Schaaner SAL. Eingeladen hatte die Coworking Space 2.0 Genossenschaft, die von der Gemeinde Schaan das Baurecht für die Parzelle an der Ecke Egerta/Bahnhofstrasse erhalten hat.
Ziel des Workshops war es, gemeinsam Grundlagen für die weitere Planung zu erarbeiten. Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen brachten ihre Sichtweisen, Wünsche und Erfahrungen ein. Bei einem Rundgang sammelten sie Ideen, prüften Bedürfnisse und diskutierten mögliche Nutzungen. Anschliessend präsentierten sie ihre Ergebnisse. In der gemeinsamen Reflexion bündelten sie die zentralen Erkenntnisse. Diese fliessen nun in die nächsten Planungsschritte ein.
Im Fokus stand die Frage, wie Menschen künftig leben und arbeiten wollen. Die Projektverantwortlichen Stephan Gstöhl, Gründer des Coworking Space Vaduz, und Annett Höland, Mitgründerin der Ateliergemeinschaft Studio Total planen kein klassisches Bürogebäude. Sie wollen einen lebendigen Ort schaffen. Arbeit und Freizeit sollen sich dort verbinden. Öffentliche und private Bereiche sollen ineinandergreifen.
Geplant sind vielfältige Nutzungen: Coworking-Bereiche und private Büros bilden die Arbeitswelt ab. Ein Eventraum dient tagsüber für Seminare und Workshops, abends für Vereinsversammlungen, künstlerische Darbietungen oder als Probebühne. Atelierräume und Werkstätten schaffen Platz für kreatives Schaffen.
Präsentationsflächen ermöglichen Pop-up-Stores. Ein gastronomisches Angebot ergänzt das Konzept. Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche sollen Beruf und Familie vereinbaren helfen.
Besonders wichtig: Der Ort erhält einen öffentlichen Charakter. Ein offener Eingangsbereich steht allen offen, möglichst konsumfrei. Auch die Aussenflächen bleiben öffentlich zugänglich und bieten Qualität für verschiedene Generationen.
Die Genossenschaft entwickelt das Projekt gemeinwohlorientiert. Die Finanzierung erfolgt gemeinschaftlich. Interessierte können Anteile zeichnen. Das Modell ermöglicht auch kleinere Beiträge und macht das Projekt unabhängig von klassischen Investoren.
Nach der Ideensammlung folgt die konkrete Planungsphase mit Architekten. Anschliessend geht es darum, die Finanzierung für das Bauvorhaben auf die Beine zu stellen.


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