Essenslieferdienst Smood plant Betriebseinstellung
Der in Genf ansässige Essenslieferdienst Smood, der in 25 Schweizer Städten aktiv ist und 400 Lieferanten beschäftigt, kündigt an, seinen Betrieb einzustellen. Durch eine 20-tägige Konsultationsphase mit einem Sozialplan sollen Massnahmen eingeleitet werden.
Trotz Umstrukturierungen liegen die Finanzergebnisse unter den Zielen, ohne Aussicht auf Rentabilität. Smood, im Besitz von Migros Genf, operiert in einem intensiven Wettbewerbsumfeld mit internationalen Anbietern.
Nach Abschluss der Konsultationen sollen konkrete Massnahmen ergriffen werden, um Partner bei der Suche nach Lösungen zu unterstützen. Aktivitäten laufen vorerst normal weiter; der Zeitpunkt der Betriebseinstellung wird offengelegt, falls keine Alternative gefunden wird. Hauptsächlich betroffen sind Kuriere.
Gemäss der Gewerkschaft Syndicom würde die Schliessung von Smood über 400 Arbeitsplätze in der Kurierbranche gefährden. Besonders Teilzeit-Kuriere sind betroffen. Syndicom fordert Migros auf, soziale Verantwortung zu übernehmen und alternative Entlassungswege anzubieten.
Die Gewerkschaft warnt vor dem Kollaps der Branche, in der Smood das jüngste Opfer einer harten Konsolidierung ist, bei der die Arbeitnehmer stark leiden.


Schreiben Sie einen Kommentar