Stadler Rail hat einen Rekurs gegen den jüngsten SBB-Auftrag für neue Doppelstockzüge an Siemens eingereicht. Der Ostschweizer Konzern äusserte in einem Statement am Freitag sein Unverständnis über die Entscheidung der SBB.
Der Rekurs wurde beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht, um eine unabhängige Überprüfung der Vergabe zu fordern. Medienberichten zufolge wurde dies bereits zuvor angekündigt.
Stadler kritisiert, dass ihr Angebot, basierend auf erprobten Doppelstockzügen im täglichen Einsatz, im Vergleich zu einem theoretischen Zug zu niedrig bewertet wurde. Der Konzern hinterfragt, wie das siegreiche Angebot in den Kriterien wie Betriebskosten, Qualität, Instandhaltung, Nachhaltigkeit und Serviceverträge überlegen sein konnte.
Die SBB hatten am 7. November Siemens den Milliarden-Auftrag für 116 Doppelstockzüge für die Zürcher S-Bahn und die Westschweiz vergeben.
