Der Gemeinderat Mauren hat am Mittwoch das Budget 2026 verabschiedet und gleichzeitig eine wichtige Weichenstellung vorgenommen: Der Gemeindesteuerzuschlag sinkt ab dem Steuerjahr 2025 von 180 auf 160 Prozent. Der Entscheid fiel einstimmig.
Die Gemeinde reagiert damit auf die Entwicklung in den Nachbargemeinden. Mauren hatte bisher den höchsten Steuerfuss aller liechtensteinischen Gemeinden. Mit der Senkung bewegt sich die Unterländer Gemeinde nun auf dem gleichen Niveau wie Eschen und Ruggell.
Die FBP-Fraktion hatte sich im Vorfeld klar für die Senkung ausgesprochen. In einer Stellungnahme erklärt die Fraktion, ein Festhalten am höchsten Steuersatz wäre nicht mehr zeitgemäss gewesen. Dies hätte die Attraktivität Maurens als Wohngemeinde geschwächt.
Die Fraktion kündigt an, am Grundsatzentscheid festzuhalten, den Steuerfuss im kommenden Jahr weiter auf 150 Prozent zu senken. Diese schrittweise Vorgehensweise soll Entlastung und finanzielle Stabilität verbinden.
Budget mit Defizit
Das verabschiedete Budget 2026 weist einen Bilanzverlust von 433’000 Franken aus. Die Gemeinde rechnet mit Erträgen von 26,75 Millionen Franken bei betrieblichen Aufwendungen von 27,2 Millionen Franken. Hinzu kommen gesetzliche Abschreibungen von 4,4 Millionen Franken.
Die Investitionsrechnung sieht Bruttoinvestitionen von 6,9 Millionen Franken vor. Dies liegt 1,9 Millionen über dem Vorjahresbudget. Grosse Posten sind die Sanierung des Sportparks, der Ausbau der Rennhofstrasse sowie die erste Etappe der Birka-Leitung.
Ein besonderes Augenmerk richtet die Gemeinde auf die steigenden IT-Kosten. Diese explodierten in den letzten Jahren regelrecht: Während 2014 noch 60’000 Franken anfielen, waren es 2017 bereits 150’000 Franken. Für 2026 budgetiert die Gemeinde nun 736’300 Franken.
Rennhofstrasse wird saniert
Der Gemeinderat genehmigte ein Sanierungsprojekt für die Rennhofstrasse. Die Kosten belaufen sich auf 1,8 Millionen Franken, verteilt auf 2026 und 2027. Die Sanierung umfasst den gesamten Strassenaufbau, die Beleuchtung sowie alle Werkleitungen auf einer Länge von 300 Metern.
Die Bauarbeiten beginnen im ersten Quartal 2026. Für die Anwohner entstehen während der Bauzeit provisorische Parkplätze auf privaten Grundstücken. Die betroffenen Eigentümer haben bereits zugestimmt.
