Zeitenwende – Europa zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Daniel Risch und Andreas Peichl

Daniel Risch und Andreas Peichl | Bild: Zvg.

Am Liechtenstein-Institut diskutierten diese Woche Alt-Regierungschef Daniel Risch und Ökonom Andreas Peichl über Europas Zukunft. Anlass bot die Veranstaltungsreihe Zeitenwende. Leitgedanke des Abends lautete, Europa kann seine Zukunft selbst formen.

Die Zeitenwende stellt Europa vor harte Fragen. Der Ukrainekrieg erschüttert die Sicherheitsordnung. Der US-Präsident Trump steht für eine Politik der Macht. Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft und Gesellschaft rasant. Im Kern ging es um die Frage: Kann Macht das Recht brechen? Dazu kommen innere Probleme. Die Bevölkerung altert. Reformen stocken.

Geschichte, Werte und wirtschaftliche Interessen verbinden die europäischen Staaten. Doch geopolitische Spannungen und innere Probleme wie die Überalterung fordern ihren Tribut. Europa funktioniert anders als andere Weltregionen. Kein einzelner Chef regiert den Kontinent. Verschiedene Verbünde und Abkommen prägen die Zusammenarbeit. Risch sieht darin einen Vorteil: Dezentrale Strukturen schaffen Stabilität.

Die Diskussion kreiste um eine zentrale Frage: Kann Macht das Recht brechen? Beide Redner betonten: Europa muss Selbstbewusstsein entwickeln und auf eigene Stärken setzen.

Peichl analysierte Deutschlands wirtschaftliche Lage. Handlungsbedarf besteht dringend. Staatsausgaben steigen, Investitionen sinken. Der Ökonom fordert klare Schritte: Arbeit muss sich lohnen. Bürokratie gehört abgebaut. Ausgaben brauchen Kontrolle. Europa sollte wichtige Güter wie Computerchips wieder selbst produzieren.

Risch und Peichl warben für mehr europäisches Selbstvertrauen. Europa soll seine Stärken kennen und nutzen. Kleinheit kann dabei helfen. Kleine Einheiten reagieren schneller und passen sich besser an. Enge Zusammenarbeit bleibt entscheidend. Eine zentrale Steuerung braucht es dafür nicht. Genügsamkeit und Anpassungsfähigkeit gewinnen an Bedeutung.

Am Ende stand eine klare Botschaft. Europa braucht Geschlossenheit. Gemeinsames Handeln zeigt Stärke. Nach innen wie nach aussen.

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